#dmexco - Review
25. September 2009 von Julian Valkieser
Ein heißer Stuhl mit Friede-Freude-Eierkuchen, eine 8 jährige Tochter und der Anstoß digitales Marketing anzupacken und nicht zu betatschen.
Berichtet man, so sollte man objektiv bleiben. Aber in Zeiten des Umschwungs sich nicht auf eine Seite zu retten oder gar seine eigene Seite zu formen ist schwierig (siehe: Weltgeschichte)! So erwartete ich nach der dmexco in Köln mich auf eine Seite schlagen zu müssen. Dies ist nicht geschehen und muss auch gar nicht. Wieso? Wir betiteln unseren aktuellen Status einfach als “Pre-Digitale-Markenführung” (eigene Definition), lassen den Herrn in weiß mit seinen revolutionären Worten die Massen spalten und seinen Worten Glauben schenken, dass in wenigen Jahren die herkömmliche Agenturstruktur vollkommen über den Haufen geworfen wird und sich Konstellationen ergeben, die wir bis dato nicht kennen. Wie diese ausschauen könnten wird nicht erläutert; man will natürlich seine Kompetenzen wahren und sich zukünftig nicht zu sehr ins Abseits drängen lassen. Meinungen können revolutionieren, Falschaussagen können einen den Kragen kosten oder so ähnlich. Daher bleiben wir beim Status Quo: Wir befinden uns in der Zeit wo man noch Cross-Media sagt und über digitale Markenführung philosophiert, und zukünftig wird es halt einfach anders sein. Wieso? Weil Unternehmen sich wegen aktuellen krisentechnischen Ereignissen neu positionieren und strukturieren müssen; vor allen in Sachen Image & Produkt, und Agenturen somit nicht mehr nur für die Oberfläche, der so genannten Kommunikation, zuständig sein, sondern vielleicht gar in Unternehmen aufgehen werden. (Erweiterung vom 25.09.-06:40h: Unternehmen, die aufgestellt sind wie Projektteams mit großem Spektrum an KnowHow. Projektteams, die den kompletten Innovations- und Entwicklungsprozess übernehmen und sich die Hersteller zu ihren Kernkompetenzen zurückziehen: dem Produzieren) Whops, dies war ein O-Ton! Und darf nicht als objektive Aussage gewertet werden! Ich als Autor dieses Artikels darf mich nicht positionieren, sonst stehe ich wie Amir alleine da. Alleine vor einer Schaar “Kreativer”, “Berater” und Strategen die darauf warten, dass einer das Segel in die Hand nimmt und sich auf zu neuen Kontinenten machen will. Damals hieß dieser Christoph, heute…?
Zusammengefasst: Hardwarehersteller, ohne Namen nennen zu wollen, werden die Möglichkeiten zum Segeln bieten! Alle warten auf diese Möglichkeiten! Sobald es sie gibt wird positioniert. Aber wo geht es hin? Wachsen Medien zusammen, sodass man nicht mehr von Cross-Media sprechen muss, sondern von digitaler Markenführung? Wie weit wird man Targeting, Monitoring und Word-of-Mouth treiben können? Wie wichtig wird User Generated Content & Crowdsourcing bzw. dessen Konkurrenz, “der Verlag”? Wird es neben Freemium und Paid Content noch weitere Bezahlmodelle geben? Könnte ein iTunes, Facebook, Amazon und co von noch zentralerer Bedeutung in unserem Leben werden? Und überhaupt, was ist eigentlich Mobile Marketing, geschweige denn M-Commerce?
Eines ist gewiss. Wir werden uns über folgendes Zitat von Amir Kassaei Gedanken machen müssen: Seine 8 jährige Tochter fragte ihn vor einiger Zeit, “Papa, wie kamen die Menschen eigentlich früher ins Internet, als es noch keine Computer gab?”
Meinung: Ich habe das Gefühl, und da bin ich nicht der Einzige, dass alle auf eine große Revolution im Hardwaremarkt warten. Ist das etwa ein mögliches Apple Tablet? Eines womit ich unterwegs weitere Informationen zu den neuen Sportschuhen auf dem Plakat erhalte, womit ich Empfehlungen zum letzten Cafe in die Welt schicke, womit ich meine Sounds hören kann, natürlich nicht von der Festplatte, sondern im Stream, womit ich genauso wie Sounds auch Filme leihen kann oder Serien, Nachrichten und ähnliche Inhalte, womit ich nicht mehr an mein Sofa gebunden bin, mich aber binden lassen kann? Jo, da wär’s!


Freunde freu ich mich auf den April 2010… Hoffentlich beeilen sich MS und die Klitsche mit dem angebissenen Apfel!
ah btw:
“Digital ist kein Medium, Digital ist die Welt.”
Amir Kassaei, Chief Creative Officer der Agentur DDB und scheidender Sprecher des Art Directors Club.
presseportal.de
Meine Güte, der Herr ist in aller Munde :)
[...] dmexco Review (via MTP Cologne) [...]